Großartige Neuigkeiten

Mit großer Freude und auch einem gewissen Stolz teilen wir mit:
Unsere Rüden Flying Huntsman Baze und Flying Huntsman Be my Ike aus dem B-Wurf sowie Flying Huntsman Der Seppl aus dem D-Wurf wurden per Gentest als FREI von zwei Erbkrankheiten bestätigt:
Larynxparalyse mit Polyneuropathie Typ 3 (LPPN3)
Kupferspeichererkrankung (CT)

Wir freuen uns riesig über diese Ergebnisse – sie bestätigen nicht nur die guten gesundheitliche Werte unserer Zuchtrüden, sondern auch unseren konsequenten Weg in Richtung verantwortungsvoller und moderner Zucht.

Flying Huntsman Baze
Ein charmanter, souveräner Rüde mit beeindruckender Ausstrahlung. Baze überzeugt nicht nur durch sein sicheres Wesen, sondern auch durch exzellente Gesundheitsergebnisse.
Flying Huntsman Baze
Ein charmanter, souveräner Rüde mit beeindruckender Ausstrahlung. Baze überzeugt nicht nur durch sein sicheres Wesen, sondern auch durch exzellente Gesundheitsergebnisse.
Flying Huntsman Be my Ike
Temperamentvoll, freundlich und arbeitsfreudig – Ike ist ein echter Allrounder mit Herz und Verstand. Dass auch er genetisch frei getestet wurde, macht uns besonders glücklich.
Flying Huntsman Be my Ike Temperamentvoll, freundlich und arbeitsfreudig – Ike ist ein echter Allrounder mit Herz und Verstand. Dass auch er genetisch frei getestet wurde, macht uns besonders glücklich.
Flying Huntsman Der Seppl
Unser „Herzenshund“ aus dem D-Wurf. Seppl besticht durch Eleganz, Intelligenz und ein feines Gespür für Menschen – nun auch mit besten gesundheitlichen Voraussetzungen für die Zucht.
Flying Huntsman Der Seppl
Unser „Herzenshund“ aus dem D-Wurf. Seppl besticht durch Eleganz, Intelligenz und ein feines Gespür für Menschen – nun auch mit besten gesundheitlichen Voraussetzungen für die Zucht.

Warum sind diese Tests so wichtig?

Kupferspeichererkrankung (CT)

Bei dieser Erkrankung wird Kupfer in der Leber eingelagert, weil betroffene Hunde es nicht ausreichend ausscheiden können. Die Folge sind schwere Leberschäden bis hin zur Zirrhose. Symptome reichen von Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall bis zu neurologischen Ausfallerscheinungen.
Der Gentest auf Kupferspeicherkrankheit ist besonders wertvoll, da er nicht nur die risikobehaftete Variante im ATP7B-Gen erkennt, sondern auch das Vorhandensein einer schützenden ATP7A-Variante – beide werden bei Labradoren getestet.

Trägerhäufigkeit bei Kupferspeicherkrankheit (CT)
Ergebnisse basieren auf Laboklin‑Daten zu über 500 getesteten Labrador Retrievern aus 15 Ländern.

  • ca. 40 % der Labradore tragen mindestens eine Kopie der risikobehafteten ATP7B-Mutation (Risikofaktor CT, also Genotyp N/CT).
  • Etwa 5 % der Hunde sind homozygot (CT/CT) – sie tragen das höchste Risiko für Kupferspeicherung mit etwa 80 % Lebenszeit-Erkrankungswahrscheinlichkeit
  • Innerhalb dieser Gruppe der etwa 40 % Träger:
    • ca. 50 % besitzen kein Schutzgen (ATP7A‑negativ) → ca. 20 % der Gesamtpopulation
    • ca. 27 % mit einigem Schutz (ATP7A‑positiv heterozygot) → ca. 10,8 % der Population
    • ca. 23 % mit vollem Schutz (ATP7A‑duble positiv) → ca. 9,2 % der Population

Zusammengefasst:

  • ~40 % Träger des Risikogens (einfach heterozygot)
  • ~5 % potenziell betroffen als homozygote Träger

Diese Zahlen unterstreichen:
eine hohe Trägerhäufigkeit allein reicht nicht, um durch Verpaarung sicher gesunde Nachkommen zu garantieren. Nur durch gezielte Gentests können wir Risiken zuverlässig einschätzen und vermeiden.

Larynxparalyse mit Polyneuropathie Typ 3 (LPPN3)

LPPN3 ist eine ernstzunehmende neurologische Erkrankung. Erste Symptome wie röchelnde Atemgeräusche, angestrengtes Hecheln und schließlich Kehlkopflähmung können schon in jungen Jahren auftreten. Auch Bewegungsstörungen und Gangunsicherheiten gehören zum Krankheitsbild. Eine Vererbung dieser Krankheit kann durch gezielte genetische Tests zuverlässig verhindert werden.

Trägerhäufigkeit bei Larynxparalyse mit Polyneuropathie Typ 3 (LPPN3 / CNTNAP1)
Studien der University of Minnesota und andere genetische Screenings zeigen:

  • In über 1.500 getesteten Labrador Retrievern lag die Trägerquote (heterozygot LPPN3‑D/N) bei ca. 10 %
  • Die Krankheit selbst (homozygote, erkrankte Hunde LPPN3‑D/D) ist sehr selten

Diese Variante erklärt zwar nur einen Teil aller LPN‑Fälle beim Labrador, ist aber ein direkt getestetes Risikogen und somit relevant für die Zuchtplanung.

Diese Testmöglichkeit steht bei Laboklin seit 2021 für CT und seit 2022 für LPPN3 zur Verfügung und wird zunehmend von verantwortungsbewussten Züchtern genutzt.

Verantwortung in der Zucht – ein Muss, kein Trend

Die Gesundheit unserer Hunde ist kein Zufall, sondern das Ergebnis sorgfältiger Planung und Aufklärung. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und setzen auch neue genetische Erkenntnisse konsequent um.
Nur wer bereit ist, auch auf neu entdeckte Erbkrankheiten zu testen, kann aktiv verhindern, dass sich genetische Defekte unbemerkt in der Rasse verbreiten – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für viele Zuchtlinien. Mit großer Dankbarkeit über die positiven Ergebnisse unserer Rüden blicken wir optimistisch in die Zukunft und freuen uns auf gesunde Nachkommen – im Sinne einer langfristig stabilen und gesunden Labrador-Population.

Veröffentlicht von Tiertherapiepraxis Böse-Baer

Zertifizierter und tierärztlich geprüfter Tierosteopath und Tierphysiotherapeut

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